Gruppen und ihre Dynamiken

Ich beobachte. Ich schreibe darüber.

Mich interessieren Menschen in Gruppen – wie sie miteinander umgehen, Entscheidungen treffen, Konflikte austragen und gemeinsame Wirklichkeiten entstehen lassen.

Viele meiner Fragen sind über Jahre hinweg in der außerschulischen Jugendarbeit gewachsen. Andere kamen durch Studium, Beruf und die Auseinandersetzung mit psychologischen und pädagogischen Forschungsergebnissen hinzu.

Aus diesen Beobachtungen entstehen wissenschaftlich fundierte Bücher, die Gruppendynamiken verständlich machen und zum Weiterdenken anregen.

Mein Hintergrund

Wie entstehen Gruppen? Warum verändern sie Menschen – und warum verändern Menschen ihre Gruppen?

Diese Fragen begleiten mich seit vielen Jahren. Mein Studium der Erziehungswissenschaften und sozialen Verhaltenswissenschaften (Magister Artium), meine berufliche Tätigkeit im IT-Projektmanagement und im Online-Learning sowie meine jahrzehntelange Mitarbeit in der außerschulischen Jugendarbeit bilden den Hintergrund meiner Arbeit.

Heute schreibe ich wissenschaftlich fundierte Bücher über Gruppen und ihre Dynamiken.

Aktuelles Buchprojekt: Wenn Werte nicht genügen

Was geschieht, wenn gemeinsame Werte nicht mehr ausreichen, um Vertrauen, Zusammenhalt und Gemeinschaft zu erhalten? Warum bleiben manche Gemeinschaften auch in schweren Krisen handlungsfähig, während andere zerbrechen? Und wie prägen freiwillig gewählte Gemeinschaften die Identität ihrer Mitglieder?

Diesen Fragen widmet sich das Projekt „Wenn Werte nicht genügen“.

Ausgangspunkt ist die langjährige Untersuchung einer werteorientierten Gemeinschaft, die nach dem Bekanntwerden schweren sexuellen Missbrauchs in eine tiefgreifende Krise geriet. Auf der Grundlage eines über Jahrzehnte zusammengetragenen und systematisch ausgewerteten Quellenbestands werden Prozesse von Identitätsbildung, Vertrauen, Zugehörigkeit, Ausschluss, Austritt, Spaltung und organisationaler Regeneration rekonstruiert und theoretisch beschrieben.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer Theorie identitätsprägender Gemeinschaften. Sie untersucht, wie freiwillig gewählte Gemeinschaften die Identität ihrer Mitglieder prägen, welche Mechanismen Zugehörigkeit und Vertrauen entstehen lassen und unter welchen Bedingungen Gemeinschaften Krisen bewältigen oder dauerhaft an ihnen scheitern.

Das Projekt verbindet persönliche Nähe zum Forschungsgegenstand mit einer systematischen, quellenbasierten Analyse. Ziel ist es, einen Beitrag zum Verständnis freiwilliger Gemeinschaften zu leisten, der über den untersuchten Einzelfall hinaus für Jugendverbände, Vereine, Kirchen, soziale Bewegungen und andere Gemeinschaften von Bedeutung sein kann.