Bei der Digitalisierung von Schriften hört man oft vom „kerning“ oder auf Deutsch von der „Unterscheidung“.

Was ist damit gemeint?

Wenn man Buchstaben digitalisiert, kann man jeden Buchstaben neben den nächsten stellen – quasi in ein eigenes Rechteck in der Größe es Buchstabens – so wie hier im oberen Beispiel:

Oder man kann die Buchstaben“rechtecke“ sich überlappen lassen – so wie im unteren Beispiel.

Unterschneidung bezeichnet in der Typografie den Vorgang, den horizontalen Abstand (den Weißraum) zwischen mehreren Buchstaben (Standarddickte) durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint und so vom Betrachter als angenehmer empfunden wird.“

„Unterschneidung“ beim Digitalisieren meint also, dass man die Buchstaben nicht einfach wie Bausteine nebeneinander stellt, sondern dass man den optischen Gesamteindruck im Auge behält, um die Lesbarkeit bestmöglich zu gewährleisten.

Bestimmte Buchstaben-Kombinationen eignen nich besser als andere um Kerning zu demonstrieren – VA z.B. oder LT oder Ti.